Feuerwehrstiftung Gustav Binder
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Feuerwehrstiftung Gustav Binder

Gustav Binder, Kommandant der Feuerwehr Heilbronn und Vorsitzender des württembergischen Feuerwehrverbandes von 1925 bis 1934.
Nach ihm ist die "Feuerwehrstiftung Gustav Binder" benannt.

1930 gründete der württembergische Feuerwehrverband anläßlich des 17. württembergischen Landesfeuerwehrtages in Heilbronn die Gustav-Binder-Stiftung. Ausgestattet mit 10.000 RM wurde sie nach dem damaligen Verbandsvorsitzenden Gustav Binder, Kommandant der Feuerwehr Heilbronn benannt. Die Zinsen der Stiftung sollten zugunsten notleidender Feuerwehrkameraden verwendet werden. 1952 konnte die Delegiertenversammlung des Landesverbandes der Feuerwehren in Württemberg und Hohenzollern die 1938 aufgelöste Stiftung wieder ins Leben rufen und mit einem Kapital von 16.436 DM ausstatten. Durch Spenden und Zinserträge steigerte sich das Kapital bis Ende 1983 auf 80.000 DM.
1963 gründete der badische Landesfeuerwehrverband mit Unterstützung des Landes die "Stiftung Feuerwehrdank". Sie hatte dieselbe Aufgabe wie die Gustav-Binder-Stiftung. Nach der Auflösung des badischen Verbandes im Jahr 1972 floß das Restvermögen der Stiftung mit 8.000 DM in die Gustav-Binder-Stiftung.

S t i f t u n g e n

Mit der Gründung des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg wurde der Wunsch immer lauter, die Stiftung auch auf den badischen Landesteil auszudehnen. 1982 wurde dieser Wunsch einstimmig von der Versammlung des Landesfeuerwehrverbandes in einen Beschluß umgesetzt, der 1984 vollzogen wurde. Die neu hinzugekommenen Feuerwehrangehörigen haben jeweils 1,50 DM und das Land
55.000 DM gegeben. Dadurch wuchs das Kapital auf 220.000 DM und gab der Stiftung eine breite, gesicherte Basis. Sie kann nun ihren in § 2 der Satzung definierten Zweck dauerhaft erfüllen: "Die Gustav-Binder-Stiftung dient der zusätzlichen sozialen Unterstützung der Feuerwehrangehörigen des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg. Aus den Zinsen des Stiftungskapitals wird an im Dienst verunglückte oder durch eine im Dienst hinzugezogene Krankheit, in Not geratene Feuerwehrangehörige bzw. deren Hinterbliebene nach Maßgabe der Stiftungsbestimmungen Unterstützung gewährt".
Bei anerkannten Dienstunfällen hilft sie mit bis zu 1.600 Euro. Bei "schicksalsbedingten Leiden" werden bis zu 8.000 Euro gegeben, wenn von der Unfallkasse eine Feuerwehrursache verneint wird. Im vergangenen Jahr schüttete die Stiftung 12.800 Euro aus. 30.000 Euro gingen ein, wovon 14.300 Euro auf Spenden entfielen; der Rest waren Zinserträge. Die Stiftung setzt auch die Tradition der "Stiftung Feuerwehrdank" des badischen Landesfeuerwehrverbandes fort. Sie ist Teil des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg. Mitglieder sind die Stadt- und Kreisfeuerwehrverbände.
Im Jahre 2005 wurde die Stiftung in die "Feuerwehrstiftung Gustav-Binder" Umbenannt.
Geschäftsführer ist Eberhard Jochim, Heilbronn.



Spendenkonto:
Landesbank Baden-Württemberg BLZ 600 501 01
Konto-Nr. 401 184 4

Satzung der Gustav-Binder Stiftung

Lebenslauf von Gustav Binder

 

31.03.1854 geboren in Heilbronn Gerberstraße
1868 Beginn der Flaschner-Lehre  beim Vater
ca. 1872 - 1874 auf der Wanderschaft in Wiesbaden und Iserlohn
27.8.1873 Tod der Mutter
19.11.1873 Tod des Vaters
1875 Beginn des Militärdienstes in Ludwigsburg
1878 Ende des Militärdienstes in Potsdam
1878 Eintritt bei der Freiwilligen Feuerwehr Heilbronn
14.3.1878 Hochzeit mit Lina Katharina Metzger geb. 27.12.1853
1878 Übernahme der verpachteten, väterlichen Flaschnerei in der Heilbronner Gerberstraße
5.12.1878 Geburt der Tochter Pauline
1880 Feuerwehr - Obmann bei der Landspritze
4.3.1881 Geburt der Tochter Luise
1894 Gründungsmitglied der Flaschnerinnung Heilbronn
1895- 1910 Obermeister der Flaschnerinnung Heilbronn
11.4.1885 Geburt des Sohnes Gustav
1895/96 Bau des Wohnhauses mit Werkstattgebäude in der Heilbronner Frankfurter Straße 20
1890 Feuerwehr - Hauptmann in der 2. Kompanie
1896 Wahl zum Gemeinderat
4.8.1896 Tod des Sohnes Gustav
1900 Feuerwehr - Hauptmann in der 1. Kompanie
1.1.-31.3.1904 stellvertretender  Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn
1906 Wahl zum Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Heilbronn
1917 Bezirkslöschinspektor
1925 Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Württemberg
Ausschussmitglied des Deutschen Feuerwehrverbandes
18.05.1928 Ernennung  zum Ehrenbürger der Stadt Heilbronn
1930 nochmals für 6 Wochen Stellvertreter des Oberbürgermeisters
1930 Gründung der Gustav Binder Stiftung
1931 Gustav Binder lässt sich nicht mehr zur Wahl zum Gemeinderat aufstellen
31.03.1933 Niederlegung  aller öffentlicher Ämter
  (Tag der Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten)
07.04.1934 Verabschiedung aus dem Amt als Feuerwehrkommandant
und Ernennung zum:
Ehrenkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Heilbronn
Ehrenvorsitzenden des Württembergischen Feuerwehrverbandes
Ehrenmitglied des Deutschen Reichsfeuerwehrverbandes
27.03.1935 Tod von Gustav Binder
30.03.1935 Beerdigung auf dem Hauptfriedhof in Heilbronn.